Donnerstag, 3. September 2015

eindrucksvolle Überschreitung des Col di Lana in den Dolomiten

Übergang vom Col di Lana zum Monte Sief
Weithin bekannt ist der Col di Lana durch seine traurige Geschichte im 1. Weltkrieg. Liessen dort doch 10 000 Soldaten ihr Leben in einem sinnlosen Stellungskrieg. Deshalb bekam der Berg seinen Beinamen "Blutberg". Das grausame Geschehen gipfelte 1916 mit der Sprengung des höchsten Punkts, dessen Krater heute noch zu sehen ist und den Italienern keinen Vorteil brachte.

Sonntag, 16. August 2015

Von der Faneshütte auf die Furcia Rossa

Blick von der Furcia Rossa auf das südliche liegende Travenanzestal
Schon des Öfteren hörten wir von der Croda del Valon Bianco, sowohl als Gipfel, dessen Wege aus dem Gebirgskrieg rekonstruiert wurden, als auch von einer Mountainbikeerstbefahrung durch Harald Phillipp. In einer Sendung des BR ist Harald Philipp bei seiner extremen Unternehmung zu sehen. Ich würde dies niemanden zum Nachahmen empfehlen!
Grossfanes
So machten wir uns von der Faneshütte aus auf, überquerten das Limojoch, um zu der Grossfanesalm zu gelangen. Sie liegt dort traumhaft schön in den berühmten Wiesen zwischen den schroffen Felsen der Fanesgruppe.







Donnerstag, 30. Juli 2015

Die letzten Etappen des Sentiero della Pace führen uns zur Marmolada

Lago Colbricon mit Palagruppe im Hintergrund
Der Jahresurlaub 2015 war gekommen und endlich konnten wir das letzte Stück des Sentiero della pace in Angriff nehmen. Wie berichtet, sind wir zuletzt quer durch das Lagorai gegangen und nicht auf dem Original- SdP, der südlich durch das Valsorda verläuft. Letzteres besuchten wir bei Tagestouren in einem gesonderten Urlaub und empfanden es als  weniger attraktiv. 

Samstag, 27. Juni 2015

Der Monte Misone- "verlorener" Aussichtsgipfel über dem blauschimmernden Tennosee

Blick von halber Höhe des Monte Misone auf den Gardasee
Kaum beachtet liegt der Monte Misone hoch über dem Tennosee, wenig Wanderer verirren sich hierher. Doch eigentlich bietet er eine tolle Aussicht auf die umliegenden Berge, bis weit in die Brenta und die Zillertaler Alpen hinein. Nicht zu vergessen der Gardasee und dem Monte Misone zu Füßen liegenden Tennosee.
Absolut reicht seine Höhe ja nur auf 1803 Meter, doch man könnte schon von Varone ansteigen, was einer zehn Stunden Tour entspräche, oder eben vom Tennosee, wie wir es getan haben. Dazu braucht man trotzdem noch sechs Stunden, denn es sind doch 1300 Höhenmeter zu überwinden.

Donnerstag, 4. Juni 2015

Versteckte Wanderung auf ein Fort aus dem Gebirgskrieg in atemberaubender Natur am Idrosee

Der Idrosee liegt einsam und verlassen im Westen des Gardasees, in engen Tälern, die schlecht zu erreichen sind. Mal hat man was gelesen im Moser- Führer, doch über die Jahre waren wir doch nie in dieser Ecke- bedeutete dieser Winkel vom Gardasee aus doch mindestens eine Stunde Autofahrt. 
 Da fiel mir Ralf Glasers Mountainbikeführer "Dynamite Trails 2"  in die Hände und neugierig entdeckte ich spannende und vielversprechende Touren in dieser Gegend.
Ganz besonders sprang mir eine Tour zum Weltkriegsfort "Cima Ora" ins Auge:
Warum nicht einfach die Teerauffahrt durch eine parallel verlaufende Überschreitung über mehrere Gipfel- natürlich ohne Bike- ersetzen? Anhand der Höhenlinien war ersichtlich, dass man da mit Bike kein Land gewinnen kann.
von Anfo auf den ersten Gipfel- Monte Censo

Donnerstag, 28. Mai 2015

Wanderung vom Ledrosee zurück in die schauderhafte Zeit des Gebirgskriegs an der Cima d´oro

unterwegs am Hang der Cima d ´Oro

Oswald Mederles Wanderführer "Auf den Spuren der Tiroler Front" brachte uns auf die Idee, diese wunderbare Wanderung auf den Kamm der Berge oberhalb vom Ledrosee zu unternehmen. Wir waren schon oft hier in dieser Gegend unterwegs, aber dieser Weg war uns noch unbekannt.
Die Anfahrt vom Gardasee gestaltet sich einfach, man fährt durchs Tunnel zum Ledrosee hinauf und an der Mitte des Sees, in Mezzolago fährt man bergan und parkt am Ende der Asphaltstrasse an mehreren Parkmöglichkeiten.
Mederle beschreibt seinen Tourenvorschlag am Weg 453 entlang, wir jedoch folgten dem ausgeschilderten "Camminamento austro- ungarico".

Sonntag, 17. Mai 2015

Abenteuerliche Stollengänge am Sentiero Franco Galli, Monte Corno Battisti, Pasubiogebiet

Stellung am Gipfel des Monte Corno Battisti, Blick zur Cima Carega
Wer sich gerne schindet und sich auf eine schauderhafte Reise zurück in die Vergangenheit begeben will, ist mit der Wanderung auf den  Monte Corno Battisti genau am richtigen Berg. Ein sanfter Anstieg am Anfang der Wanderung, gefolgt von einem anstrengenden Durchstieg eines drahtseilgesicherten Kammaufstiegs und als Highlight ein Tunnelsystem im Berg, in dem man sich nur verlaufen kann und schlussendlich folgt ein Militärpfad hinab ins Tal.

Samstag, 21. Februar 2015

Die Skitour auf das Gerstinger Joch entpuppte sich als garstig

der kurze Gipfelgrat des Gerstinger Jochs mit Rettenstein im Hintergrund
Wege gibt es mehrere auf das Gerstinger Joch. Vom Taleingang des Spertentals her kann man zügig über die Labalm aufsteigen, immer den meist ausgetretenen Spuren etwas steiler Richtung Westen in freiem Gelände entlang. Oder, so wie wir, vom Talgrund aus, da wir auf der Rettensteinhütte nächtigten, über die Karalm und Stockeralm, dem Fahrweg gemütlich folgend, höher kommen. Beide Varianten treffen sich ungefähr an der Haglanderalm.
Dort wird es deutlich ungemütlicher:

Samstag, 14. Februar 2015

Kommentar zur Sendung des Bayerischen Rundfunks über den Sentiero della pace


die Lobbiagipfel und der Mandronegletscher von der Mandronehütte aus


 Mit Peter Schlickenrieder hat der Bayerische Rundfunk einen beliebten Sportler auf die Spurensuche auf dem Sentiero della Pace geschickt. Die vierteilige Sendung wurde im Dezember 2014 ausgestraht und ist in der Mediathek des BR noch zu sehen. Desweiteren gibt es eine gutgemachte Seite des BR über die Story  im Internet, die einem Appetit auf den "Friedensweg" macht. 

Dabei informiert Schlickenrieder  grundlegend über den Weg und bringt den Zuschauern die herrliche Landschaft näher, die der Weitwanderweg berührt. Mit spektakulären Bildern pickt er sich besondere Orte und Landschaften, die den Pfad exemplarisch darstellen, heraus. Nicht immer direkt am Weg, aber geeignet, um die lokalen Eigenheiten darzustellen, besucht er einen Schmied, ein Lokal mit einheimischen Spezialitäten, eine noch immer auf 3000 Meter Höhe stehende Kanone aus dem ersten Weltkrieg, trifft Reinhold Messner an der Marmolada und den "Erfinder" des Sentiero in San Martino.
Die Fernsehfolgen imponieren mit gewaltigen Naturaufnahmen und Schlickenrieder zeigt, wie man mit dem Mountainbike oder zu Fuß die Abschnitte bewältigen kann.
Der BR hat mit der Dokumentation eine wirklich gelungene Übersicht über den "Friedensweg" produziert, die  Lust auf das Erwandern desselbigen macht.
Sieben Kreuze am Pasubio


Sonntag, 8. Februar 2015

Die Geige- eine einsame Skitour in den Kitzbüheler Alpen in grandioser Landschaft

Blick von der Geige zurück ins Spertental; rechts alles dominierend der Rettenstein, Wilder Kaiser im Hintergrund
Um uns einen Überblick zu verschaffen, beschlossen wir, zu Beginn unserer Skitourenwoche als erstes zur Geige im hinteren Spertental zu gehen. Dieses zieht sich 

Samstag, 31. Januar 2015

Der Tanzkogel- eine Paradeskitour im Spertental bei Aschau

die letzten Meter auf den Gipfel des Tanzkogels mit Grossvenediger im Hintergrund
Wer eine einsame  Skitour mit wunderbarer Abfahrt sucht, dem sei der Tanzkogel empfohlen. Schnell, von Bayern aus, durchs Brixental zu erreichen, fährt man über Kirchberg nach Aschau. Dort ist nach der Oberlandhütte ein grosser Wanderparkplatz und somit idealer Ausgangspunkt der Tour.

Sonntag, 2. November 2014

Mit dem Mountainbike auf den Spuren des Gebirgskrieg am Pasubio

Rifugio Achille Papa an der Porta Pasubio
Pasubio- 
vieles fällt einem sofort bei diesem Namen ein: Kriegsschauplatz mit                über      10000 Toten, Minensprengungen mit 50 Tonnen TNT, die Strada della Gallerie mit seinen 52 engen Tunnels, die Elmar Moser 1991 als Biketour beschrieben hat,
Aussichten weit bis in die venezianische Tiefebene oder in die Brenta und die Dolomiten.



Schon Moser war 1991 von den Kriegsgeschehnissen hier im ersten Weltkrieg fasziniert, zitierte im legendären "Bike Guide"  Robert Skorpil, der als Kriegsteilnehmer eindrücklich die Grausamkeiten des Krieges schilderte:    

  " um einige Quadratmeter zu entdecken, die wirklich mit Blut getränkt, die wahrhaftig mit Gefallenen mehrfach überdeckt gewesen waren, wir würden diese Stelle auf dem Pasubio finden".
Auf dem Gipfelplateau ist der Fels wahrlich kilometerweit  von Kavernen und Schützengräben durchzogen. Sämtliche Wege und Schotterstrassen, die wir hier antreffen, wurden als Nachschublinien angelegt.


Hatte Moser noch die 52 Tunnel der "Strada della Gallerie" als Abfahrt empfohlen, wurde,  nach ein paar schweren Unfällen, diese verboten und Ralf Glaser beschreibt in seinem "Dynamite Trails"- Buch von 2013  eine viel lohnendere Runde: Über den Gebirgsstock und die Serpentinenabfahrt an der Bocchetta di Foxi zu nehmen. Also taten wir das.

bei Camposilvano
Flugs mit dem Auto ins Vallarsa und beim kleinen Örtchen Foxi an der Kirche geparkt. Dort sind drei, vier Parkplätze und in der Morgensonne kurbelten wir los. Von dieser größeren Strasse zweigt alsbald nach dem Ort Raossi rechts eine kleinere ab. Kaum ein Auto stört dort die Fahrt. Leider geht die Strasse zwischendurch bergab und leicht entnervt kann nun der Uphill beginnen. 600 Höhenmeter sind es  auf Asphalt, vorbei an einer riesigen Staumauer, durch Bewaldung und erst nach geraumer Zeit hat man das Gefühl, höherzukommen. Langsam schraubt man sich aus dem Tal heraus und  kann  weiter in die Ferne blicken.