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Donnerstag, 21. Juli 2016

Die Alpenüberquerung Via Migra artet zum Chaoscross aus

Abfahrt vom Schlüsseljoch


Morgens (Tag 6) versprach der Wetterbericht noch, die Gewitter kämen erst am Abend, doch nun standen wir hier am Fuße der legendären Civetta, an der Klettergeschichte geschrieben wurde. Auf 2200 Meter Höhe querten wir gerade riesige Schuttkare, jetzt im Juli immer noch durchsetzt von Schneefeldern, über uns 1000 Meter nackter Dolomitfels, unter uns ein Steilabfall zum See von Alleghe. Unerwartet dröhnend hallt der Donner der plötzlich einsetzenden Blitze. Hatte es doch 

Freitag, 27. Dezember 2013

Mit dem Mountainbike über die Berge: Alpencross Oberstdorf- Gardasee auf schweren Wegen


Irgendwo bei Regensburg:
Kurz vor der Teerstraße komme ich zum Stehen, drehe mich um und sehe schon meinen Bruder, der nur wenige Meter hinter mir folgt.
Wiedermal sind wir unseren Hometrail in wenigen Minuten runtergerauscht und dieser viel zu kurze Genuss läßt uns enttäuscht mit der Schulter zucken. „ Wir müssen mal wieder was Gescheites machen“ bringt Michael zum Ausdruck, was wir beide denken. „ Abfahren bis die Scheiben glühen, ja so was hatten wir lange nicht mehr!“. So entstand die Idee, dass wir erneut einen  richtig krassen Alpencross machen müssen, um endlich wieder längerdauernden Abfahrtsspaß zu haben, der nicht nach fünf Kurven zu Ende ist.
Also trommelten wir alle Leute zusammen, die für so eine Aktion zu begeistern waren und überlegten uns, was in Frage kommen würde:
Via Claudia – furchtbar wenig Trails; Heckmair-Route, langweilig – zuviel zu Tragen und zu wenig schöne Abfahrten; Via Migra – interessant, aber sehr lang. Wir wälzten die einschlägige Literatur von Albrecht, Glaser, Stanciu und Zahn. Unser Ergebnis:
Es gibt wohl keinen richtig spannenden Alpencross für uns. Da wir 2010 bereits den „Trail Transalp Tirol“ gemacht haben, der sich durch anspruchsvolle Abfahrten und Trails auszeichnet und wir genau so etwas wieder starten wollten, war klar, dass wir uns wohl selbst etwas zusammenbauen mussten. Unsere Idee war:
Man nehme den ersten Teil der „Diretissima- Route“, baue einen zusätzlichen Alpenübergang ein, füge den Schluß der „Joe-Route“ hinzu und spicke alles mit zusätzlichen Trail-Abfahrten, die irgendwann mal in den Fachzeitschriften standen und fertig ist eine vielversprechende Freeride- Alpenüberquerung.
Im Sommer wars dann soweit: 5 Männer mit gestählten Wadeln, 5 Endurobikes, gepimpt bis ins Detail und mit  kompletter Ausrüstung für eine Woche im Rucksack, begaben sich nach Oberstdorf, um von dort Kurs auf den Gardasee zu nehmen.

Die anfangs leichte Steigung des Rappenalptals, welche uns zum Schrofenpass führte,  zehrte schon ganz schön an unserer  Kondition. Richtig ernst wurde es  dann das erste Mal kurz vor der Passhöhe, die uns mittels der legendären Leiternpassage in das Lechtal brachte:
Am Talende wird der Weg zum Pfad und man quert im Anstieg steile Schutthänge. Doch plötzlich stoppt Stefan an einem Felsabbruch, an dem der Weg im 2. Weltkrieg herausgesprengt worden ist und musterte den Überweg – zwei liegende Leitern, über die wir die Bikes tragen mussten.

Eine Wandergruppe von Senioren konnte es kaum glauben, dass wir hier oben auf einem in den Fels geschlagenen Weg - übrigens der einzige Übergang aus dem Allgäu ins Lechtal, der mit dem Bike zu bewältigen ist - mit Moutainbikes unterwegs waren. 

Doch diese Stelle war schnell überwunden und es schloss sich eine wenig interessante und auch sehr kurze Abfahrt an und wir gelangten über Warth zum nächsten Anstieg in Richtung St. Anton.
Die Tourenplanung sah nun die „Diretissima“ vor, die wir von Achim Zahn übernommen hatten und uns in den Erlachtobel führte. Dieser kostete uns einige Schweißperlen – vor Anstrengung, aber auch einem Schuß Angst.

Samstag, 19. Oktober 2013

Traumhafte Abfahrt mit dem Mountainbike in der Brenta: vom Rifugio Graffer in die Valle di Campiglio

Die Harten nehmen die Schotterstrasse vom Passo Campo Carlo Magno, die Schwachen die Gondel hinauf zum Passo del Groste. Beide treffen sich aber dann am Rifugio Graffer , von wo der Weg seinen Ausgang nimmt. Mit 382 ist er bezeichnet und inzwischen für Mountainbiker gesperrt.
Anfangs durch Wiesen, fällt er bald steiler ins Vallesina ab. Er ist stets gut fahrbar, selten muss man kurz den Fuß vom Pedal nehmen oder für einen Moment das Rad über eine Stufe heben- die Topfahrer fahren ihn durchgehend.
Sentiero 382
Der Trail  macht Laune und man wird ständig gefordert, konzentriert auf jede auftauchende Stufe zu reagieren. Über 1000 Höhenmeter geht es bergab. Zwischendurch in Kehren , anschließend dem Valsinella folgend geht es weiter abwärts.

Samstag, 7. September 2013

Durchs Verwall auf dem Alpencross

der Patteriol dominiert das Panorama auf dem Weg duchs Verwall kurz vor der Konstanzer Hütte
Das Moostal haben wir ausgelassen, da wir schon morgens Zeit verloren haben auf unserer Alpenüberquerung von Oberstdorf nach Riva, weil von meinem Begleiter ein Radschuh die Sohle verloren hat.
So kauften wir in St. Anton Sonntag morgen um 9.00 Uhr schon neue Schuhe.
Da gehen andere in die Kirche, während wir uns 200 Hm unserer "Achim Zahn"- Tour sparten und der Strasse zum Arlbergpass folgten. Alsbald bogen wir aber links Richtung Verwall ins Tal der Rosanna ab.
Anfangs breit und mit vielen Wanderern kurbelten wir gemächlich immer weiter ins Tal hinein. Am Rasthaus vorbei, am Stausee ebenso, wird es nun steiler.
Zwischendurch fällt der Weg immer wieder ab und man verliert ab und zu Höhenmeter.

Montag, 2. September 2013

"Schlüsselstelle" auf der "Heckmair"- Transalproute: Der Schrofenpass

die Leitern am Schrofenpass
Der Übergang aus dem Allgäu über den Schrofenpass ist bei Mountainbikern beliebt und nach dem " Erfinder"  dieser Alpencrossvariante "Heckmair- Route" benannt. Es ist die einzige realistische Verbindung auf einer Alpenüberquerung von Oberstdorf kommend ins Lechtal.

Samstag, 31. August 2013

Der Erlachtobel ist kein wirklicher Mountainbiketrail

Der "Erlachtobel" am Weg 644 von der Erlachalpe zur Leutkircher Hütte
Auf unserer Alpenüberquerung, die wir aus Achim Zahn: Alpencross Ostalpen übernommen haben, kamen wir auch durch den Erlachtobel.
Doch wie Ihr im oberen Bild seht