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Mittwoch, 5. Dezember 2012

Trail Transalp Tirol 4



Als wir uns aufmachten, die nächste Etappe in Angriff zu nehmen, nieselte es schon und wir strampelten in Pflersch mit einem leichten Murren los. Schön, dass es gemächlich auf einem Waldweg hochging und wir 400 Hm in Gedanken versunken absolvierten. An Aussicht, die uns im Führer versprochen worden ist, war nicht zu denken. Weiter gings auf dem Dolomieu- Weg, der sich geschickt in einem Auf und Ab um den...

Der "Dalco" am Gardasee



Die Dalco-Tour, seit Jahren geistert sie uns im Kopf herum. Legendär ;) ihr Ruf, seit Elmar Moser sie in seinem Bike - Guide Gardasee, Band 3, beschrieb. Welche Mountainbiketour hat schon ihre eigene Internetseite. Dalco - jedem ambitionierten Biker ein Begriff!


Moser schrieb dazu "Dalco schwebt einsam über allen MTB-Downhills, ist mit Abstand der schärfste Kamikaze - Trial am gesamten Lago. Nur wer diese Prüfung absolviert hat, kann beim Thema schwere Abfahrten mitreden. Von "Fahren" werden dabei nur einige wenige Traumtänzer sprechen können, die meisten anderen müssen über weite Strecken des Sentiero 111 mit einer Rutschpartie auf allen Vieren rechnen. Sie können die ganze Veranstaltung als Maßstab für das eigene Unvermögen betrachten. Die Güte des Geräts taugt hier nicht als Ausrede, einzig perfektes Fahrkönnen und Gefühl für das Bike in allen Fahrsituationen hilft einigermaßen heil über diesen wahren Teufelsritt ins Valle del Singol."

Bayerische Meisterschaften im Dualslalom in Bad Abbach


1997  gab es in Bad Abbach ein Dualslalomrennen, meines Wissens wurde es 2 mal veranstaltet und es verschwand genauso schnell wie es aufgetaucht ist. Dualslalom wurde später in 4 Cross umgewandelt, dadurch versuchte man noch mehr Zuschauer zu gewinnen. Die Strecke war hinter der Kaisertherme, gebaut von keinem anderen als Diddi Schneider! Ein paar Jahre dümpelte sie noch dahin- verkam immer mehr und wurde vor ein paar Jahren plattgewalzt. Der Dual Eliminator beim Freeridefestival in Saalbach entspricht ungefähr der Strecke  in Bad Abbach. Das waren die Zeiten auch von den Erfolgen von Marcus Klausmann als deutscher Meister im Downhill auf einem Hot-Chili. Und genau auf diesem Rad gewann der Regensburger Jürgen K. den 2. Platz der bayerischen Meisterschaften im Dualslalom hier in Bad Abbach. Damals ein absoluter Wahnsinn das Bike:

- 3G Urtho mit 130mm Federweg (Elastomere) - wo die allerdings waren ist mir ein Rätsel! 
- fest zupackende V- Brakes von Shimano mit Ceramic- Felgen, unglaublich!
- Noleendämpfer ermöglicht 165mm Hub- endlich ein Fully!
- und die Dartkurbel, voll zerlegbar! für was eigentlich?
-man beachte die Neoprenhülle für den Dämpfer
Mit diesem Rad hat Hotchili einen Meilenstein in der MTB- Geschichte gesetzt und sich seinen guten Ruf geschaffen!


Die Anfänge des Bikens am Gardasee


Fragt mich nicht woher ein Freund, der beim ESV 27 Radrennen fuhr, wußte, dass es am Gardasee herrliche Mountainbiketouren gab. Den Elmar Moser Führer "Take off" gabs nämlich erst 1991.



Wir campten am Ledrosee  und fuhren an den umliegenden Hängen rum. Richtig Tourenfahren konnte man das beim Besten Willen nicht nennen. Wir scheiterten regelmäßig an unserer Kondition und der Technik. Eine Sattelstütze brach, eine Kette riß und wir hatten mehrere Platten. Von Bergab ganz zu schweigen- meine plastikummantelte Shimano 200GS Cantilever-Bremse (V- Brakes kamen erst Jahre später) war völlig überfordert und man mußte alle 500m stehenbleiben um die Unterarme auszuschütteln. Dazu kam das Presslufthammergefühl, weil wir ja keine Federgabeln hatten. Es war sogar modern, straight forks zu verbauen, die jeden Stoß ungefedert an den Fahrer abgab.


Scott Peak, Giant Coldrock, Longus XT aber auch handgefertigte Klein, wie das Adroit oder das Attitude (siehe oben) waren die Bikes dieser Zeit. Erst in den folgenden Jahren am Gardasee fuhren wir Touren wie den Tremalzo, den Monte Velo, Rocchetta oder auf den Altissimo.



Das waren höchst anspruchsvolle Touren damals- heute heizt man diese Schotterpisten einfach runter- die Federung schluckts schon.
ach ja,  
Red Bull gabs da auch schon, wie man auf dem Helm sieht, aber nicht in Deutschland, nur Österreich.


Andere Mountainbiker sah man da kaum, wir fühlten uns wie Helden, jede Tour war ein Abenteuer.