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Sonntag, 20. Januar 2013

Sentiero della pace 10

Im Bild sieht man die einzige, kurze schwerere Stelle, die man nach Verlassen der Lancia- Hütte am Weiterweg über Sella di Pozze zum Passo di Borcola passiert. Sonst zeigt sich der Weg eher gemütlich und abwechslungsreich und schließlich nähert man sich der verfallenen Malga Costa Borcola auf einer großen Wiesenfläche.

Man muß aufmerksam die Markierungen des Sentiero della pace im Gras suchen , ehe man steil abfallend sich zum nächsten Etappenziel aufmachen kann. Teilweise ist der Weg kühn in den Hang gebaut und am Ende trifft man auf den einsamen Borcola-Pass. Dort machten wir kurz Pause um den steilen Anstieg auf der anderen Hangseite in Angriff nehmen zu können- den Monte Maggio.




Montag, 14. Januar 2013

Sentiero della Pace 9

Am Pasubio sollte man sich etwas Zeit nehmen, die Reste der Kampfhandlungen anzusehen. Deutlich sind die gegnerischen Stellungen am Dente austriaco und Dente italiano zu erkennen. Die Fronten sind auf Wurfweite auseinander und gegipfelt haben die Kämpfe mit der Sprengung der italienischen Stellung mit 55 Tonnen Sprengstoff, die heute noch erkennbar ist.
der gesprengte Dente italiano
 Sehr zu empfehlen ist hierzu das Buch von Robert Skorpil: "Pasubio", in dem er eindrucksvoll die Grausamkeiten dieses Gebirgskriegs beschreibt.


am Pasubio




Dieses Schild trifft man am Weg und bis heute rätsel ich, was es genau besagen soll.
Ich würde es mit "hier kommt man nicht vorbei" übersetzen, habe aber auch schon andere Deutungen gelesen.







Donnerstag, 10. Januar 2013

Sentiero della pace 8

Auf diesem breiten Kriegsweg steigt man von der Fraccaroli- Hütte ab.
Über die Bocchetta Mosca quert man zur Bocca di Fondi, dort gehts steil nach unten.
Hier trafen wir einen E 5- Wanderer, der uns vor der Hütte am Pasubio warnte. Das Essen und der Service sei schlecht, was sich aber später als unwahr herausstellte!
Man sollte nicht alles und jedem in den Bergen glauben.



Sonntag, 30. Dezember 2012

Sentiero della pace 6

Rifugio Malga Trivena

So verließen wir die Malga anderntags und machten uns wieder auf den Weg. Da wir noch Blessuren von den Vortagen hatten, entschieden wir uns auf den weiteren Friedensweg- Abschnitt über Monte Corona und Dosso dei Morti zu verzichten, da uns dabei eine Biwaknacht  bevorstehen würde. Im Führer wären 10- 11 Stunden angegeben und die angebliche Abkürzung von der Trivenahütte zur Malga D Àrno, die angeblich gebaut  hätte werden sollen, fanden wir nicht. Wir blieben also auf der Strasse aus dem Tal Breguzzo hinaus und wanderten nach Bondo. Desweiteren wäre der offizielle Weg durchs Judikariental über die Malga Cadria und dem Monte Cadria gegangen- ein weiterer Gewaltmarsch fast ohne Wasserschöpfmöglichkeiten (bei der Malga Cadria müßte man sozusagen einbrechen, um an Wasser zu kommen).  So machten wir Pause am Kriegsdenkmal in Bondo und machten uns später daran, das Val Gavardina hochzuwandern.

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Sentiero della pace 4

in der Nähe der Mandronehütte
Unsere Planung ließ anderntags einen kleinen Ausflug zum Mandronegletscher zu. Dies ist nicht Teil des Friedensweg, ermöglicht es einem aber, einen Blick auf den riesigen Gletscher zu werfen. Dieser soll sich 6 Kilometer nach Süden erstrecken- man kann es nur erahnen.
der Mandronegletscher








Wiederum kletterten wir durch gröbste Brocken von Granitgestein und ließen unsere Augen über den Gletscher schweifen, bevor wir aufbrachen und an der Mandronehütte vorbei, den eigentlichen SDP weiter-zugehen.



Mittwoch, 12. Dezember 2012

Sentiero della pace 3

Blick vom Tonalepass zum Passo di Contrabandieri
Entgegen unserer Befürchtungen, da der Weg gepunktet in der Karte eingetragen war, stellte sich dieser als leicht heraus. Wir stiegen also über liebliche Wiesen zum Tonalepass ab. Da entdeckten wir auch den ersten offiziellen SdP Hinweis!



Später geht man einfach quer über die Wiesen, die Häuser sind ja schon zu erkennen. Unsere Vorahnung aus der Ferne bestätigten sich- der Tonale ist ein Winterskibetonbunkerort.
Fluchtartig verlassen wir ihn und eilen zur Gondelbahn. Wie in der Beschreibung fahren wir beide Lifte hoch und stehen alsbald auf 2573m
an der Capanna Presena.
Die Auffahrt wird in allen Büchern empfohlen, der Weg sei lang und 
uninteressant. Gespannt blickten wir auf den Presenagletscher, der im Sonnenlicht blitzte. Hilfe- wir sehen Leute am Gletscher, die an der ersten Steilstufe umdrehen und die ausgetretene Schneespur, die in den Büchern beschrieben wurde, gab es nicht!


Presenagletscher
Der freundliche Wirt empfahl uns, ganz rechts an den Felsen entlang aufzusteigen, betonte aber die Steinschlaggefahr! Auf dem Bild sieht man den Felsgrat gut, den man umrunden und nach rechts weiter in die Maroccaroscharte steigen muss. Es gelang uns auch, Steine kamen keine herunter, aber oben auf dem glatten Gletscher weiterzusteigen, war gar nicht so einfach. Grödeln oder Steigeisen wären nicht schlecht gewesen.

Dienstag, 11. Dezember 2012

Sentiero della pace 2


links hinten, das Cedec- tal, aus dem man kommt. Mitte unten: das Albergo G.d. F.

Am nächsten Morgen sind wir wieder abgestiegen zum R. Stella Alpina, an dem der Friedensweg links abbiegt und über steile Wiesen ansteigt Richtung Dosso Tresero. Dieser Abschnitt ist schön zu Gehen, man befindet sich hoch über dem Tal und kann den Blick umherschweifen lassen.


Pferde und Schafe trafen wir am Weg, die uns eine Zeitlang begleiteten.













Der Weg zieht sich und beim R. Berni
trafen wir auf die Gaviapass- Strasse.
Leider wurde das Wetter immer schlechter und die Wirtsleute erzählten uns, auf unser Nachfragen hin, dass der Übergang vom Gaviapass über das Corno di Tre Signori vor einiger Zeit abgerutscht und nun sehr gefährlich geworden sei. Mit dieser Info gingen wir weiter an der Strasse entlang zur Bonettahütte am Gaviapass.
links die Bonettahütte am Gaviapass