Die vier Baureihen des MB- trac von 1973 bis 1991
Die Entwicklung des MB- trac begann 1967, gebaut aus Teilen des Unimog 403/ 406
der Antriebsstrang wurde übernommen, jedoch andere Sitzposition, nämlich hinter dem Motor, im schwingungsarmen mittigen Bereich zwischen den Achsen
der Schalthebel war anfangs mittig vor dem Fahrer
Ab 1982 wurde er zum Seitenschalter
unter die Haube passte nur ein Vier- Zylindermotor
ein Teil des Anbauraumes hinten bleibt erhalten
die Vorderachse ist gefedert, die hintere nicht
Der Leiterrahmen ist schmäler wie beim U 406, wegen besserem Lenkeinschlag
und hatte keine Kröpfung
durch Eingriff ins Getriebe 2/ 27 wurde er auf 40 km/h eingebremst
„die fahrende Telefonzelle“
ab 1987 ist das Äußere bei allen trac gleich, nur leicht und mittel haben eine Ausbuchtung der Motorhaube nach oben (Kühlereinfüllstutzen)
gebaut wurden 24603 Stück MB- trac
MB- trac BR 440
die kleine Baureihe,
anfangs Farbgebung schwarz, kieselgrau, blutorange auch Felge bis 1975
von 1975- 1978 waren die Farben kieselgrau, schwarz und feuerrot (Felge auch)
von 1978- 1981 war oben alles hellgelbgrün und die Felgen
von 1981- 1982 und die grosse BR (1976- 1984) alles hellgelbgrün nur Motorhaubenoberseite schwarz
ab 1982 und die groswse BR ab 1984 alles hellgelbgrün und dunkelgrüne Kotflügel, Auftritte und Motorhaubenoberseite
Sonderaustattung Farbe Silberdistel und Kommunaltieforange
10 Baumuster
Die Bezeichnung bedeutet die aufgerundete, verzehnfachte PS- Zahl
65/70 OM 314 mit 65 PS 1973- 1975
700 OM 314 mit 65 PS ab 1987 dann OM 364 68 PS 1975- 1991
800 OM 314 mit 72 PS, ab 1982 75 Ps, ab 1987 OM 364 78 PS 1975- 1991
900 OM 314A mit 85 Ps 1981- 1982
turbo 900 OM 314A mit 85 PS 1982- 1987
900 turbo OM 364 mit 90 PS 1987- 1991
alle Motoren mit Vier- Zylinder Direkteinspritzung. Der A dann mit Turbo
Hubraum 3,8 Liter
zulässiges Gesamtgewicht sechs Tonnen, turbo 900 6,5 to
alle hatten den Unimogradstand 2 Meter 40 cm
gerade Schnauze
der MB- trac hat ergonomische Pedale, die hängen
die Kabinen waren kippbar
der 65/ 70 hatte als Rückwand eine Verdeckplane
65/ 70 und 700 hatten Trommelbremsen
der 800er wurde mit Scheibenbremsen und größeren Rädern gebaut
800er, er hatte neue Radnaben und eine langsame Achse weil die Räder deutlich vergrößert wurden und das Differential geändert wurde
1982 kamen neue Kabinen und der Seitenschalter
der 800er war der meistgebaute MB- trac
der 900er war dem 800er nahezu identisch, muss man an der Bezeichnung ablesen
ab 1987 bekamen alle, die noch produziert wurden den OM 364
der 900er in Mittelschalterversion hatte Rechteckscheinwerfer im Kühlergrill
später hatten alle MB- trac Rechteckscheinwerfer außerhalb des Grills
BR 440 und 441 ab 1982 gabs eine pneumatische Schaltung
ab 1983 gabs für 700- 1000 eine optionale Niedrigkabine, die 17 cm niedriger war
anfangs bis 1983 gabs als SA die Mauserkabine für niedrige Ställe für 440 und 441
MB- trac BR 441
die mittlere Baureihe, drei Baumuster
1000 leichter Fahrzeugaufbau mit schwerem 6- Zylindermotor OM 352 mit 95 PS von 1982- 1987
und mit dem OM 366 mit 100 PS von 1987- 1991
1100 OM 366 mit 110 PS von 1987- 1991
Hubraum ist 5,7 Liter
Radstand 260 cm
zulässiges Gesamtgewicht 7 Tonnen
es wurden 8242 Stück gebaut
der Rahmen ist um 40 cm länger als beim BR 440 und stärker
die neue Kabine ist größer mit Seitenschalter
er hat ein verstärktes Differenzial mit neuen Untersetzungsvarianten
der 1100er gehörte bis 1986 zur schweren BR mit dem 1300er und 1500er
aber ab 1987 gehört er mit dem 1000er zur mittleren BR
der neue 1100er hat eine gerade Nase, kleinere Räder, billiger, eine kürzere Kabine
und war ohne Beschriftung von der BR 440 nicht zu unterscheiden
MB- trac BR 442
schwere Baureihe
1100 mit OM 352 mit 110 PS von 1976- bis 1984
der „grosse“ 1100er
nur Nuancen zur BR 443
mit Aussenplaneten statt Portalachsen
um Schwerpunkt tief zu halten
eng verwandt zum Unimog BR 425 und 435
hatte von Anfang an Seitenschalter
hat eine schwarz lackierte Knicknase
grosse Räder mit 30 oder 38 Zoll
zeigt eine geräumige und symmetrische Kabine
war eine absolute Neuentwicklung
ab 1984 wurden Verbesserungen vorgenommen, die ihn in BR 443 übernommen
der Radstand war 265 cm
MB- trac BR 443
die schwere Baureihe, 6 Baumuster
1100 war der 442 OM 352 mit 110 PS von 1984- 1987
1300 OM 352 A mit 125 PS von 1976- 1987
1500 OM 352 A/ OM 366 A mit 150 PS von 1980- 1987
1300 turbo OM 366 A mit 125 PS von 1987- 1991
1400 turbo OM 366 A mit 136 PS von 1987- 1991
1600 turbo OM 366 A mit 156 PS von 1987- 1991
1800 intercooler OM 366 A mit 180 PS von 1990- 1991
vom 1400er turbo wurden nur 398 Stück verkauft
vom 1800 er 190 Stück, er hatte eine Hutze für die LLK- Leitung
Hubraum 5,7 Liter bzw.: 6 Liter
Radstand 2, 65 Meter
zulässiges Gesamtgewicht 9 to beim 1100er bzw. 10 to der Rest
es wurden 8520 Stück gebaut
mit Aussenplaneten statt Portalachsen, um Schwerpunkt tief zu halten
eng verwandt mit dem Unimog BR 425
von Anfang an Seitenschalter
BR 442 1100 ist identisch mit BR 443 1300 ausser Motor und eine Tonne mehr und stärkerer Rahmen
den 1300er gabs optional mit Drehsitz
1300er wurde 2908 Stück verkauft, somit Bestseller seiner Leistungsklasse
1500er identisch 1300er nur mehr PS und Drehmoment
BR 442 und BR 443 hatte bis 1987 eine Knicknase, später alle turbo Modelle keine mehr, deswegen mehr Platz
ab 1987 hatten die 1400- 1600er drei Stufen
weiterhin gab es eine selbstfahrende Pflanzenschutzmaschine auf MB- trac Basis, den
Dammantrac
ähnlich der Lanc Trac
weiter den Kraffttrac
nachdem das Ende der MB- trac eingeläutet wurde, versuchte man mit KHD eine Vertriebsgesellschaft zu gründen, die TTVG, die das Geschäft weiterführen sollte. Leider scheiterte das Projekt.
Es gab auch einen Mogtrac, ein U 416 Fahrgestell mit Aufbau vom MB- trac 440/441
die Firma Werner führte den MB-trac als WF trac als Forstschlepper weiter
es agb auch einen ähnlichen LTS trac, einen LT trac und Doppstadt trac