Sonntag, 13. August 2023

Gletschertour auf den Hohen Sonnblick

 

halb links der Hohe Sonnblick


Der Hohe Sonnblick mit 3105 M.H. über Meer ist, vom Fleisstal aus, eine wenig anspruchsvolle Gletschertour.

Der Gipfel ist über den Ostgrat vom Rauris aus oder eben von Heiligenblut/ Fleisstal aus, zu besteigen.  Da im Frühjahr 2023 noch immer viel Schnee lag...

entschieden wir uns mit dem Auto bis zum Wirtshaus Alter Pocher/ Goldgräberdorf zu fahren. Der Weg dorthin zweigt von der Grossglockner Hochalpenstrasse ab und führt schmal und steil ins Fleisstal. Am Wirtshaus versperrt eine Schranke das Weiterkommen. Nur der Bergführer vom Nationalpark Hohe Tauern hat einen Schlüssel, ansonsten gäbe es noch die Möglichkeit mit dem Bike die Strecke von 12,9 Kilometer abzukürzen.

1400 Höhenmeter hat man vor sich, die man am alten Pocher auf 1800 M.H. links vom Bach auf dem Hans- Tritschel- Weg 159 beginnt. Die Fahrstrasse bleibt rechts vom Bach und beide treffen im Talschluss aufeinander. Der Fussweg führt steil nach oben und es fällt einem die raue, karge Felslandschaft auf. Der Bergführer erzählt von immerwiederkehrenden Muren/ Felsabbrüchen, die die Wege immer wieder verschütten. Links führt der Fahrweg zum Zirmstausee, dem Bergpfad ums Hörnl und rechts steigt man nun auf einem direkteren Weg Richtung Hoher Sonnblick und Kleinfleisskees an der Seitenmoräne des ehemaligen Gletschers bergan.

Der Wetterbericht sagte jetzt im Juni eigentlich 31 Grad C. voraus, von denen im Sturm am Gipfel dann nur noch ein paar Grad übrigblieben, so waren doch noch einige Schneefelder zu überwinden und am Gletscher auch einige sumpfige Stellen im Schnee.

Blick vom Gletscherrand zurück ins Fleisstal

Am Beginn des Gletschers seilten wir an, der Bergführer erzählte, dass im Vorjahr in der Nähe der Pilatusscharte viele, grosse Spalten zu sehen waren. Wir hielten uns weit links, gingen das erste Becken steil am Hang, bis sich der Gletscher verflachte.

am Gletscherrand , Mitte links der Hohe Sonnblick

Immer wieder sanken wir tiefer in die Schneeauflage, was es anstrengend machte. Wir stiegen am Felskamm entlang an, immer mit gehörigem Abstand zu den Felsen, die brüchig ausschauten. Es ging zügig voran, wir folgten den Spuren, die im Schnee sichtbar waren. Das Zittelhaus kommt näher, der Hang steilt auf und man quert im steil abfallenden Hang, ohne zu erkennen, dass der Verlauf des Weges nicht direkt zur Hütte sondern eigentlich von "hinten" her verläuft.

Am Übergang zu den Gipfelfelsen ist es kurz 40 Grad steil, vorsichtig sollte man am Drahtseil sein, bis es die letzten Meter zum Zittelhaus und der Wetterstation geht. 4-5 Stunden muss man für die Tour rechnen. 

am Gipfel, Wetterwarte und Zittelhaus

Der Gipfel wird eigentlich vollständig von den Bauten eingenommen und jetzt erkennt man, dass die Nordseite jäh über Felsen abfällt und von Osten der Rauriser Gratanstieg mündet.

Mittendrin erkennt man den alten Wetterwarteturm aus dem 19. Jahrhundert und rundrum ist eine Aussichtsplattform, um die Aussicht auf die vielen Berge im Umkreis,
geniessen zu können. Dabei beobachten wir einen Hubschrauber, der Material zu einer Baustelle hier heroben bringen soll, aber Schwierigkeiten im Sturm hat und abdreht.

Hubschrauber dreht ab
Nach verdienter Rast in der Hütte stiegen wir auf gleichem Wege wieder ab. 

Zu guter Letzt geniessen wir hervorragendes
 Essen beim alten Pocher und lassen die Tour ausklingen. Fazit: lohnend!

am Kleinfleisskees



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